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Dominica: Ein Paradies für Mensch und Umwelt


von Wolfgang Weitlaner

Die kleine Antilleninsel Dominica ist von der kalifornischen Non-Profit-Organisation "Ethical Traveler" http://www.ethicaltraveler.org unter die Top-Ten Reisedestinationen gewählt worden. Ausschlaggebend für die hohe Reihung sind die drei Kriterien Umwelt- und Naturerhaltung, soziale Gerechtigkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte.

Vanessa Henderson, die Postchefin vom Grande Baie Postamt sorgt für reibungslosen Briefkontakt mit der Karibikinsel Dominica (Foto: Wolfgang Weitlaner)"Dadurch, dass die Welt immer weiter zusammen wächst, ist ein solcher Kriterienkatalog wichtiger denn je", betonen die Organisatoren. Da der Tourismus zu den größten Industriezweigen der Welt gehört, sind die Reisenden die Geldgeber und damit Unterstützer von Volkswirtschaften. Es sei nicht egal, in welche Kanäle dieses Kapital fließt - sei es in Hotelübernachtungen, Essen, Trinken oder sonstige Dienstleistungen. Das Reisen hat demnach einen Einfluss auf die Umwelt, die Menschenrechte und der Art und Weise wie unsere Heimat von Menschen in anderen Ländern wahrgenommen wird.

Anerkennung für jahrelange Bemühungen

An der Südspitze der Insel Dominica - bei Scotts Head Village - treffen einander der ungestüme Atlantik und die ruhige Karibik. (Foto: Wolfgang Weitlaner)"Für Dominica bedeutet es eine wirklich große Anerkennung, unter den zehn besten ethischen Destinationen weltweit zu sein", so Kirsten Boucard, Direktorin des Dominica Tourist Office für die DACH-Region http://www.discoverdominica.com gegenüber pressetext. "Endlich werden die Bemühungen des kleinen Landes, einen nachhaltigen Tourismus mit Einbeziehung großer Teile der Bevölkerung zu generieren, belohnt."

Doch Ausruhen auf den Lorbeeren will sich der kleine Inselstaat nicht. "Die Discover Dominica Authority hat begonnen, die Hotels und Cottages auf Nachhaltigkeit und Betreibung im Einklang mit der Natur zu überprüfen und mit einer eigens dafür entwickelten Auszeichnung zu zertifizieren", erklärt Boucard. "Bereits im vergangenen Jahr wurde so zahlreichen Unterkünften ein solches Zertifikat verliehen."

Öko-Fremdenverkehr statt Massentourismus

zu den Top-Sehenswürdigkeiten Dominicas gehört der Boiling Lake - ein kochender See. Der fast fünfstündige Fußmarsch führt durch das "Valley of Desolation" - einem Tal voller Fumarole und heißer Quellen. (Foto: Wolfgang Weitlaner)"Dominica wird auch weiterhin den Weg des nachhaltigen und ökologischen Tourismus beschreiten. Ziel ist es, auch weiterhin die Nischenmärkte Wandern, Tauchen, Abenteuer, Ökotourismus zu bedienen", so die Direktorin. Die Regierung werde wie bisher versuchen, den Massentourismus fernzuhalten, wobei die Gefahr, dass dieser Dominica überrollt aufgrund der besonderen Eigenschaften des Eilands mit seinem dichten und üppigen Regenwald nicht besonders groß ist. Zudem fehlen auf der Insel lange weiße Sandstrände sowie ein großer internationaler Flughafen.

"Dominica wird alles daran setzen, die Naturinsel der Karibik zu bleiben und hoffentlich auch in Zukunft ein Geheimtipp für Abenteurer, Wander- und Tauchbegeisterte, aber auch für Freunde des authentischsten Karnevals der Karibik und des World Creole Music Festivals sein", so Boucard.

Island-Hopping ermöglicht Einblicke

Das größte Highlight ist die Schönheit der Natur - vor allem die Vielzahl an tropischen Pflanzen. Sachkundige Führer geben gerne Auskunft über die einzelnen Spezies. Leider geraten die Namen zu schnell in Vergessenheit. (Foto: Wolfgang Weitlaner)"Generell ist es für Urlauber sinnvoll, einen Aufenthalt auf Dominica mit einem Besuch auf einer andern Karibikinsel zu verbinden, da Dominica von Europa aus nicht direkt angeflogen werden kann", rät die Expertin. Für den aktiven Teil der Reise mit Wandern, Trekking und Tauchen ist Dominica das Richtige. Die zweite Hälfte des Urlaubs zur Erholung und zum Baden kann auf einer Insel mit zahlreichen schönen Stränden wie etwa Barbados - ebenfalls eine der zehn Best Ethical Destinations - absolviert werden.

Unter den weiteren Top-Ten-Destinationen wurden Argentinien, Chile, Costa Rica, Lettland, Litauen, Palau, Polen und Uruguay ermittelt. Die Veranstalter haben zu den Top-Ten-Ländern allerdings auch kritische Anmerkungen. Lettland, Litauen und Polen müssen noch einiges gegen die Diskriminierung von ethischen und sexuellen Minderheiten unternehmen. Costa Rica, Argentinien und Barbados wurden dazu aufgefordert, aktiver gegen sexuelle Ausbeutung und Prostitution aufzutreten.

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