European Ecotourism Conference
26.- 30. September 2010
Pärnu, Estland
Teil 2 der englischen Begriffswelt aus dem nachhaltigen Tourismus: Lokal-Reisen, CO2-Fussabdruck, Ökotourismus "Homestay" und "Greenwashing".
Tourismus ist heute weit mehr als die bloße Ortsveränderung von Reisenden von A nach B. Die Ansprüche an den weltweit größten Dienstleistungssektor steigen. Im Deutschen fehlen oftmals noch die Worte für diese Neuerungen im internationalen Tourismus-Zirkus. Was steckt hinter den Begriffen, die im englischsprachigen Raum rapide an Bekanntheit gewinnen? Wir schauen einige von ihnen näher an.
Eine Woche lang vom 17. - 21. Mai haben sich Menschen und Organisationen aus der ganzen Welt online dem Thema Tourismus mit Verantwortung gewidmet. Eine Konferenz der anderen Art, ohne Teilnahmegebühren, weite Anreise, Jetlag und Podiumsdiskussionen. Veranstaltungsort war das Web2.0 mit seinen vielen interaktiven Austauschplattformen. Zentrales Thema der Woche: „Was passiert bei Euch vor Ort im Bereich ‚Responsible Tourism’?“ Es wurde fleißig gepostet, getwittert, gechattet und genetworkt. Was kam raus und was bleibt?
Im März fand in England eine Konferenz zur Verantwortung von Kreuzfahrttourismus statt. Eingeladen hatte das International Center for Responsible Tourism, um so zur Diskussion über mögliche positive Beiträge der Industrie beizutragen. Ein Blick in die Branche zeigt, wo die Herausforderungen liegen und wie vorausschauende Vertreter sich rechtzeitig anpassen.
Auf der ITB in Berlin wird es wieder einen Schwerpunkt zu unternehmerischer Sozialverantwortung im Tourismus geben. Auch beim World Travel Market in London zog sich das Thema durch das gesamte Veranstaltungsprogramm. Die Branche stellt sich dem Thema Nachhaltigkeit. Neue Studien aus den USA legen nun Daten vor, die belegen: Nachhaltigkeit lohnt sich.
Qualitätstourismus und soziales Engagement hatten die Brüder Mike und Chris McHugo im Sinn, als sie 1989 im Hohen Atlas eine verlassene Berber-Festung kauften. Am Weg zum 4.167 m hohen Gipfel des Mount Toubkal gelegen, zählt die Kasbah Du Toubkal heute zu den interessantesten Hotels von Marokko.
Die Armutsbekämpfung in der Region und die sanfte Erschließung des Salkantay-Trails, eines alten Inka-Pfades, ist das Ziel des peruanischen Familienunternehmens Mountain Lodges of Peru. Das engagierte Projekt sorgt nicht nur in den Anden für Aufsehen. Auch so mancher europäischer Trekking-Veranstalter schwört bereits darauf.
Esquinas heißt „Ecke“ auf Spanisch – und eine der schönsten Ecken Costa Ricas befindet sich im Südwesten des Landes, wo seit 1991 der Verein „Regenwald der Österreicher“ den Nationalpark Piedras Blancas tatkräftig unterstützt. Die Esquinas Lodge liegt am Rande des Nationalparks und ist heute eines der sympathischsten und engagiertesten Ökotourismusprojekte des Landes.
In der Region Rhône Alpes im Südosten Frankreichs macht ein Departement besonders von sich reden: Die Ardèche. Die Natur mit all ihren Schönheiten spielt hier die Hauptrolle – viele Naturschutzgebiete prägen die Vulkanlandschaft und das neue Gütezeichen „Eco-Gîtes“ von Gîtes de France sorgt dafür, dass man gesund wohnt.
Sanft mobil - zu Fuß und per Rad
Reisen ist Ortsveränderung. Dass damit nicht nur die An- und Abreise zum Urlaubsort gemeint ist, das stellte schon Goethe fest. „Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“ Unterwegs sein – Bewegung – erfreut sich als Urlaubsmotiv immer größerer Beliebtheit. Die Wachstumsquoten der Aktivurlaubs-Branche sind beachtlich.